Sonnenstrom vom Kühlsee: Wie die EKS und die Kies und Beton AG die Energiewende am Oberrhein mitgestalten

Kies und Beton AG Baden-Baden - März 2026

Auf dem Kühlsee in Iffezheim, wächst derzeit ein Vorzeige­projekt der regionalen Energiewende: Eine schwimmende Photovoltaik­anlage mit einer Leistung von bis zu 6 Megawatt nimmt Gestalt an. Für die Kies und Beton AG Baden-Baden und das von ihr verwaltete Kieswerk EKS Eugen Kühl und Söhne GmbH & Co. KG ist dies ein klares Bekenntnis zu Verantwortung, Zukunfts­fähigkeit und regionalem Miteinander. Ein See, eine Vision – und starke Partner an der Seite

Der Baggersee, den das Kieswerk EKS im Laufe Kiesgewinnung erstellt hat, wird nun zu etwas Besonderem: Er wird zum Stromproduzenten. Auf rund 3,4 Hektar Wasserfläche – das entspricht 3,8 Prozent der gesamten Seefläche – entsteht das bislang größte Floating-PV-Projekt des regionalen Energieversorgers Erdgas Südwest. Die Anlage ist in zwei Teile aufgeteilt: Vier Megawatt werden von Erdgas Südwest betrieben und beliefern über eine Direktleitung langfristig die benachbarten Kronimus Betonsteinwerke. Die verbleibenden zwei Megawatt hält eine eigens gegründete Gesellschaft aus der EKS und den Stadtwerken Baden-Baden – der erzeugte Strom fließt direkt in das werkseigene Verteilnetz des Kieswerks.

Dass dieses Gemeinschaftsprojekt entstehen konnte, ist das Ergebnis einer vorausschauenden Partnerschaftsstrategie: Die Kies und Beton AG hat als Verwaltungs- und Beratungsgesellschaft die EKS bei den Planungen unterstützt. Ein Pachtvertrag bildet die vertragliche Grundlage. Das starke Netzwerk aus regionalen Akteuren ist die Basis für den Projekterfolg.

„Die bereits realisierten Vorhaben der Erdgas Südwest entlang der Rheinschiene haben uns überzeugt. Der grüne Solarstrom reduziert Energiekosten und spart erheblich Emissionen ein.”

– Christiane Ritter, Geschäftsführerin EKS Eugen Kühl und Söhne GmbH & Co. KG

Warum Baggerseen die ideale Fläche für Floating-PV sind

Schwimmende Solaranlagen auf Baggerseen sind in Deutschland noch selten – doch ihr Potenzial ist enorm. Sie benötigen keine zusätzliche landwirtschaftliche Fläche und stehen damit in keinerlei Nutzungskonkurrenz mit anderen Interessen. Der Wasserkörper kühlt die Module, was deren Wirkungsgrad verbessert. Und der produzierte Strom kommt genau dann, wenn er gebraucht, wird: tagsüber, wenn Bagger, Förderbänder und Maschinen im Kies- und Betonwarenwerk auf Hochtouren laufen. Auch Natur und Umwelt bleiben bei diesem Projekt nicht außen vor. Ein gesondertes Umweltgutachten hat sichergestellt, dass Flora und Fauna des Kühlsees durch die Anlage nicht beeinträchtigt werden. Gerade einmal 3,8 Prozent der Seelfläche werden in Anspruch genommen – der überwiegende Teil des Gewässers bleibt unberührt. Die Gemeinde Iffezheim unterstützt das Vorhaben ausdrücklich.

Regionale Kooperation als Erfolgsmodell

Was das Projekt am Kühlsee besonders auszeichnet, ist die konsequente regionale Verankerung aller Beteiligten. Erdgas Südwest als erfahrener Floating-PV-Pionier an der Rheinschiene, die Stadtwerke Baden-Baden als kommunaler Energiepartner und Mitbetreiber, die Kronimus Betonsteinwerke als direkter Abnehmer – und im Mittelpunkt: die EKS als Kieswerksbetreiber und die Kies und Beton AG als unterstützende Kraft im Hintergrund. Alle Partner kennen die Region, kennen ihre Bedürfnisse und handeln im gemeinsamen Interesse.
Das Klimaschutzkonzept der Stadt Baden-Baden sieht ambitionierte Ziele vor – und Projekte wie dieses helfen dabei, sie zu erreichen. Mit einer Gesamtleistung von bis zu 6 Megawatt leistet die Anlage einen substanziellen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung in Nordbaden und reduziert messbar den CO2-Ausstoss der beteiligten Industriebetriebe.

Die schwimmende PV-Anlage auf dem Kühlsee zeigt, was möglich ist, wenn erfahrene Unternehmen, kommunale Versorger und regionale Energiedienstleister gemeinsam an einem Strang ziehen. Für die Kies und Beton AG Baden-Baden ist dieses Projekt ein Beleg dafür, dass Nachhaltigkeit kein Schlagwort, sondern gelebte Unternehmenspraxis ist.

Wir sind stolz, gemeinsam mit der EKS und unseren Partnern diesen Schritt zu gehen.